Karoline Bruse

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  • Karoline Bruse

Von der Angst ins Vertrauen - Wurzelchakra

Aktualisiert: 16. Juni 2019

Mooladhara - Wurzelchakra. Lebensthemen: Mutter, Geld, Beruf, Zuhause, Sicherheit, Vertrauen

Sommer 1997.

Meine Freundin und ich fuhren durch Norwegen. Dieses wunderschöne Land mit Fjorden und Bergen, Hochplateaus und Wald, Wasserfällen, Trollen und Tunneln.

Ich weiß nicht warum, aber schon als Kind fand ich die Fahrt mit dem Autoverladezug durch den Lötschbergtunnel in der Schweiz eher beängstigend.

Wir fuhren also durch Norwegen. Ich als Beifahrerin, da ich noch keinen Führerschein hatte. Wir kamen durch großartige Landschaften mit vielen Bergen und vielen Tunneln.

Kurze Tunnel, bei denen man das Ende sehen konnte, machten mir nichts. Die etwas längeren waren zu Ende, bevor ich richtig Angst bekommen konnte, mein Herz klopfte allerdings schon ordentlich.

Tunnel können sehr lang sein

Und dann kamen wir an den einen Tunnel. 20 km lang mit Gegenverkehr. Das Schild erschreckte mich schon. Puh. Das würde lang.

Die ersten zwei Kilometer waren noch einigermaßen erträglich. Dann begann es in mir zu kribbeln. Meine Gedanken fingen an, sich zu überschlagen:

„Was wenn die Lüftung ausfällt? Oh Gott, der LKW fährt aber seltsam! Wenn jetzt ein Unfall passiert und der Tanklaster da vorne brennt???“

So ging es die ganze Zeit, immer seltsamere Gedanken schossen mir durch den Kopf, mein Herz raste immer schneller und schneller.

„Wenn ich jetzt einen Herzinfarkt bekomme? Oder ersticke?“ Eine andere Stimme in mir versuchte, mich zu beruhigen - keine Chance.

Ich konnte nicht mehr sprechen vor Angst

Meine Freundin schien zu bemerken, dass es mir nicht gut ging und fragte, was los sei. Ich presste nur ein „Nichts, sei still“ aus mir heraus, denn ich wusste, wenn ich jetzt noch darüber sprechen würde, würde es nur schlimmer werden. - Im Nachhinein bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob diese Schweigestrategie die richtige war 😉 -

Nach einer Ewigkeit und wirklichem inneren Kampf war der Tunnel endlich zu Ende. Direkt danach ein Parkplatz. „Halt sofort an!“, schrie ich und meine Freundin trat in die Bremsen. Ich riss die Tür auf, sprang aus dem Auto und brach in Tränen aus. Da ich keine Schuhe an hatte, stand ich barfuß und heulend auf dem kleinen Parkplatz.

Mein ganzer Körper zitterte, ich hatte Schnappatmung. Heute weiß ich, dass die Tatsache barfuß zu sein mich schnell erdete und ich dadurch nach ein paar Minuten schon wieder ruhiger werden konnte. Zehn Minuten später fuhren wir weiter.

Den Rest des Urlaubs umfuhr meine Freundin die langen Tunnel, stattdessen gab es atemberaubende Ausblicke auf kleinen Passtraßen, die ich großartig fand.

Vertrauen

Sommer 2018 in Österreich. Rückfahrt aus Kroatien. Wir fahren durch einen sehr langen Tunnel, zweispurig mit Gegenverkehr, mein Freund fährt. Wir hören Frank Sinatra und singen lauthals mit. Ich habe keine Angst mehr. Ich vertraue ins Leben. Im Tunnel und in vielen anderen Momenten.

Seit nunmehr sieben Jahren harmonisiere ich regelmäßig meine Chakren. Viel hat sich in meinem Leben seitdem ins Positive gewandelt. Das Thema „Tunnel-Angst“ bin ich dabei nie bewusst angegangen. Es hat sich aufgelöst. Einfach so. Wie auch viele andere Themen des Wurzelchakras.

Morgen geht es weiter mit: Svadisthan, oder als ich begann meinen Körper zu lieben.


Alles (ist) Liebe

Eure, Karoline Bruse