Karoline Bruse

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  • Karoline Bruse

LebensMUTivation. Oder die Sache mit dem Fokus


Als ich neunzehn Jahre alt war, habe ich in mein Tagebuch geschrieben. „Ich möchte mir ein Mut-Los kaufen, damit ich nicht so mutlos bin“ Bis heute mag ich dieses Wortspiel.


Mut. Kann man Mut lernen? Ist Mut das Gegenteil von Angst? Oder braucht es die Angst, damit der Mut in uns wachsen kann? Wie werde ich mutiger? Bin ich wirklich feige, wenn ich nicht mutig bin?


Diese Fragen habe ich mir im Zuge dieser Blogparade von Andrea Heckmann gestellt und ich versuche, ein paar Antworten zu finden.


Wie also „funktioniert“ Mut?

Kann ich ihn wirklich erlernen?


Entmachte Deine Angst! ist mein Thema. Es geht nicht um Verdrängung, sondern darum, ihr einen Platz zu geben. Und dem Mut dadurch Raum.


Ich arbeite energetisch, das heißt, ich schaue im Chakra- und Energiesystem meiner KundInnen und finde und löse Blockaden zu deren Themen. Meistens geht es da um Sichtbarkeit, um Klarheit. Und immer spielt der Mut dabei auch eine Rolle. Ich finde alte Glaubenssätze, unbewusst getroffene Entscheidungen, Geschichten aus Vorzeiten, die heute noch wirken, und unbewusste Ängste.


Bei meiner Arbeit ist Fokus wichtig. Wenn ich ohne Fokus in ein Energiesystem hinein spüren würde, würde mir alles gezeigt, was der Person je widerfahren ist und somit wiederum nichts Brauchbares. Ich wäre konfus, meine KundInnen auch.

Mit Fokus wird mir nur das gezeigt, was für diese Situation wichtig ist und gesehen werden will. Das ist ein sehr kraftvoller Prozess.


Was hat das jetzt mit Mut zu tun?

Ich bin überzeugt, dass Mut viel mit Fokus zu tun hat. Fokussiere ich mich auf das Schlechte, das was mir fehlt, was mich traurig macht? Oder auf das was gut ist, bereits da ist und mich unterstützt?

Halte ich den Fokus auf das Positive, kann Mut in mir wachsen und ich tue Dinge, die ich sonst nicht getan hätte.


Und bitte nicht falsch verstehen, ich bin eine Verfechterin des Satzes „Jedes Gefühl darf gefühlt werden!“ Doch, wenn ich dann gefühlt habe, was zu fühlen ist und das Gefühl anerkannt und integriert habe, dann darf ich anfangen, mich zu fokussieren.

Auf das Schöne. Auf das, was mich nährt, mich unterstützt. Und dann kann ich wieder Mut fassen.


Im November 2014 hat eine liebe Freundin von mir die Diagnose Brustkrebs erhalten. Ein Krebs, der bereits gestreut hatte und somit die Leber bereits komplett metastasiert war. Eine wirklich heftige Diagnose! Das war natürlich ein Schock.

Sie hatte riesige Angst, wir hatten riesige Angst. Die ersten Tage war sie wie betäubt.


Und dann hat meine Freundin etwas getan, wofür ich sie bis heute bewundere: Sie hat ab diesem Tag alle Kraft dafür aufgewendet, wieder gesund zu werden. Sie hat ihr Denken und ihr Leben verändert.


Natürlich hat sie Chemotherapie bekommen und die Schulmedizin in Anspruch genommen. Aber nur die Chemo. Ohne Zusatzmedikamente.


Und dazu hat sie so viel mehr gemacht: Keinen Zucker mehr, basisch-vegane Ernährung, Alternativmedizin, emotionale Arbeit ... und ihr System auf Gesundheit fokussiert!


Sie hat ihre Worte genau gewählt. Krankheit kam nicht mehr in ihrem Wortschatz vor. Sie hat sich selbstermächtigt - nicht verdrängt, sondern kraftvoll den Fokus in die gewünschte Richtung gelenkt. Mit jeder Faser ihres Seins die Selbstheilung in Gang gebracht.


In Deutschland haben wir ja den unsäglichen Begriff „Krankenhaus“. Sie ging nicht ins Krankenhaus, sie ging ins „Spital.“


Und sie ging nicht ins Spital für die „Chemokeule“, oder die „blöde Chemo“. Sie ging ins Spital, um ihre Medizin abzuholen.


Als die Medizin dann ihre Wirkung zeigte, und sie ihre Haare verlor, war ihr natürlich die Krankheit deutlich anzusehen. Liebevoll nannte sie diese Frisur „Sommerfrisur“ - es war Januar und nicht gerade ein warmer !


Sie wurde nun öfter gefragt, ob sie krank sei (Im Übrigen auch eine sehr emphatische und sinnvolle Frage... nicht!!!)

Und was war ihre Antwort?

„Nein, ich bin gerade dabei gesund zu werden!“


Sie fuhr mit dem Fahrrad zur Chemo und manchmal, wenn sie ganz müde war, dann mit der Bahn zurück. Wir gingen gemeinsam „joggen“. Ok. Wir waren langsam. Sehr langsam. Also ein bisschen schneller als ein Fußgänger. Und es hat gut getan. Uns beiden. Und wir haben danach weitergemacht. Dann natürlich etwas schneller. Wir waren ja inzwischen auch besser geworden ;-)


Sie ist Freiberuflerin und hat durchgearbeitet, die ganze Zeit während der Chemo. Und es ging gut. Nur zum Ende hin, wurde es etwas mühsam.


Meine Freundin hat mir später mal erzählt, dass sie die einzige in ihrer Chemo-Gruppe war, deren Port (das Teil durch das die Chemo in den Körper fließt) sich nicht entzündet hat.

Sie hat ihn geliebt und nicht verflucht, denn er war ihr Retter.


Alles, was sie tat, war auf Heilung ausgerichtet. Sie hat ihre Worte gut gewählt, ihren Körper gut behandelt und ihre Energien gut aufgestellt. Auf vielen Ebenen. Und sie hat ihren Humor nicht verloren. Im Gegenteil, der hat sie getragen. Wir hatten echt auch viel Spaß.

Also, immer noch.


Lange galt sie nicht als geheilt. Die Metastasen waren noch da. Aber ultraklein, kaum zu sehen.

Diese Woche ist sie wieder in einer Klinik für komplementäre Onkologie.

Gestern schrieb sie: „Ich hab geilere Blutwerte, als gesunde Menschen. Ich mache keine Bad Bank, sondern ne Blutbank auf 😊🕺“

Im Ultraschall ist auch nichts mehr zu sehen.

Das Wort „Wunder“ hat sie schon vor Monaten von mehreren ÄrztInnen in Bezug auf ihre Geschichte gehört.


Sie hat sich fokussiert. Auf Gesundheit. Und natürlich hatte sie trotzdem zwischendurch eine Scheißangst. Bis heute kommt die immer noch hoch. Und auch das ist vollkommen gesund.


Mut und Angst schließen sich also nicht aus. Sie können gleichzeitig nebeneinander stehen. Wenn man der Angst einen Platz gibt und sie integriert, anstatt sie weghaben zu wollen.


Ich will damit absolut nicht sagen, dass dieses positive Denken, das positive Wording, der Lebenswille, sie hat überleben lassen.

Welches der vielen Dinge schlussendlich dazu beigetragen hat, oder ob es eben genau diese Mischung aus Schul-, Alternativmedizin, Ernährung und Fokus war, das kann niemand sagen.


Ich kann aber aus tiefster Überzeugung sagen, dass es sehr wichtig ist, den Fokus auf das Gute zu legen. Auf das, was uns nährt. Nicht auf das, was uns Energie raubt. Liebevoll mit uns zu sein.


Die Umstände des Lebens zu akzeptieren und nicht zu bekämpfen. Und Verantwortung zu übernehmen für sich.


Ist das Mut? Ich glaube ja. Das ist Mut!


Alles Liebe

Karoline Bruse

Entmachte Deine Angst.


Das ist ein Beitrag zur Blogparade von Andrea Heckmann. Danke, dass ich dabei sein darf! https://andrea-heckmann.de/lebensmutivations-flashmob-blogparade-im-juni-2019/